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GEOGRAPHIE Die Republik Moldawien ist ein fruchtbares Land im Süd-Osten Europas, liegt auf dem 47 Breitengrad (gleich wie das Burgund in Frankreich) und hat ein Oberflächengröße von 33,7 Quadratkilometern. Das Gebiet ist mit sanften Hügeln und Tälern durchzogen, der höchste Punkt ist 429 m
über Meer. Ein großes bewaldetes Gebiet – der Codru – bedeckt die zentrale Region des Landes. Die zwei Hauptflüsse, die Nister und die Preuss fließen von Norden nach Süden der Grenze entlang ins schwarze Meer. Moldawiens wichtigster Reichtum ist die fruchtbare Erde und die strahlende Sonne welche die Bedingungen zur Produktion von Spitzenweinen ideal beeinflussen. Die Erde enthält mehrheitlich chernozyoms (80%), graue und braune Walderde, in den Tälern gibt es ehemalige Sumpferde.
KLIMA Moldawien genießt ein kontinentales Klima welches durch das nahe liegende schwarze Meer gut temperiert wird, hat einen kurzen, relativ milden Winter und einen langen heißen Sommer. Gelegentlich ist der Winter kalt genug um ungeschützte Reben zu zerstören. Die vor langer Zeit angelegten Weinkulturen haben in den besten Regionen beinahe ein Modelklima; feucht im Winter und trocken im Sommer. Die Durchschnittstemperatur im Juli ist 19,5° C im Norden und 22° C im Süden. Die Durchschnittstemperatur im Januar beträgt –5° C im Norden und –3° C im Süden. Die Summe der aktiven Temperaturen liegt zwischen 2750 – 3350° C im Jahr. Der jährliche Regenfall ist mäßig und liegt zwischen 405 mm im Südwesten und 550 mm im Norden. Moldawien ist in vier agrarkulturelle Zonen verteilt mit unterschiedlichem Klima: Norden, Zentrale Region, Süden und Süd-Osten. Alle diese Regionen haben ihre eigene industrielle Weinproduktion mit Ausnahme der nördlichen Region wo die Weinherstellung mehr auf privater Basis betrieben wird.
DIE WEIN INDUSTRIE Die Wein Industrie Ende 1999 gab es in Moldawien eine registrierte Weinanbaufläche von 162,000 ha. Davon waren 110,000 ha Trauben für den Weinanbau, 15,000 ha für Tafeltrauben und 37,000 ha für den privaten Weinanbau, die Quelle des heimgekelterten Eines. Es gibt 127 Weinkellereien in Moldawien, welche jährlich zwischen 1,0 und 1,4 Millionen Hektoliter Wein produzieren. 90% des Weines wird exportiert. Hier Moldawiens größte Absatzmärkte: Russland - 82% Ukraine - 7% Kasachstan - 3.8% Lettland - 1.6% Estland - 0.8% Rumänien - 0.8% USA - 0.5% Die
Übrigbleibenden 3,5% werden nach Deutschland, Norwegen, Polen und andere Länder exportiert.
GESCHICHTE VON MOLDAWIEN Die Traubenproduktion hat in Moldawien eine sehr lange Geschichte. Abdrücke von Rebenblättern (Vitis teutonica) fand man in der Nähe des Dorfes Naslavica im Norden Moldawiens. Dies besagt, dass Reben in dieser Region schon vor 6 bis 25 Millionen Jahren angebaut wurden. Die Größe der Traubenkerne, welche man in der Nähe eines andern Dorfes Varvarovca gefunden hat, weisen auf das Jahr 2800 v.Chr. zurück und lassen darauf schließen, dass zu dieser Zeit Reben schon kultiviert wurden. Der Rebenanbau und die Weinkelterei in der Region zwischen der Nister und der Preuss begann ungefähr vor 4000 bis 5000 Jahren, sah viele soziale und
ökonomische Wechsel und überlebte trotzdem bis zur heutigen Zeit. Am Ende des 3. Jahrhunderts v. Chr. knüpfte man Verbindungen zischen der lokalen Population und Griechenland. 107 n. Chr. kamen die Römer nach Moldawien, welche den Weinanbau sehr beeinflussten. Man machte große Fortschritte mit Rebenanbau und Weinkelterei. Grosse Zerstörung für die Agrikultur kam in diese Region mit der Invasion der Hunnen in 376 n. Chr. Erst nach der Erstellung des moldawischen unabhängigen Staates kam der Weinanbau wieder in Fluss. Im 15. Jahrhundert, während der Regierungszeit von Stefan des Grossen, blühte die Weinproduktion wieder, da dieser das Einführen von ausländischen Pflanzenarten zur Förderung der Weinqualität unterstützte. In den 300 Jahren unter der Regierung des türkisch-osmanischen Imperiums brach der Weinanbau wieder zusammen, da das Gesetz diesen verbot. Nach Friedensverhandlungen im Jahre 1812 begann das erneute Aufblühen der Weinindustrie. Damals waren die angebauten Trauben die traditionellen Arten: Rara Neagra, Plavai, Galbena, Zghiharda, Batuta Neagra, Feteasca Alba, Feteasca Neagra, Tamaioasa, Cabasia und viele anderer lokalen Arten aus Ungarn, Bulgarien, Griechenland und der Türkei. In dieser Periode wurden die Weinbauer staatlich unterstützt und es wurden in dem damaligen Bassarabien (das heutige Moldawien plus die Küstenregion zum schwarzen Meer) 10 Millionen Liter Wein jährlich produziert. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurden neue Rebsorten von Frankreich eingeführt und intensiv angepflanzt: Pinot Blanc, Pinot Noir, Pinot Gris, Aligote, Cabernet Sauvignon, Sauvignon Blanc, Gamay, Muscat Blanc und andere. Zu dieser Zeit begann die Produktion von Weinen wie Negru de Purcari welche Moldawien weit
über die Grenzen hinweg sehr berühmt machten. Weitgehende Zerstörung wurde der Weinindustrie am Ende des 19. Jahrhunderts mit der Phyloxera-Plage beigebracht. Erst im Jahre 1906 wurden die Rebberge wieder in Schuss gestellt, indem man neue Materiale anpfropfte. 1914 lag in Bassarabia das größte Weinanbaugebiet von Russland. Beide Weltkriege haben zu einer weiteren Zerstörung vieler Rebberge und Weinkellereien beigetragen.
DIE SOWJETZEIT Der Wiederaufbau der moldawischen Rebberge begann während der Sowjetunion in den 50er Jahren. In 10 Jahren wurden mehr als 150’000 ha angepflanzt und schon im 1960 erreichte die Grösse der angebauten Weinflächen mehr als 220’000 ha. Die häufigsten roten Sorten: Game, Cabernet Sauvignon, Malbec, Merlot, Pinot Noir, Rara Neagra, Saperavi. Die häufigsten weissen Sorten: Aligote, Muscat Ottonel, Rkatsiteli, Feteasca, Chardonnay, Traminer. Tischvarianten wären: Pearl Szaba, Vineyard Queen, Moldavschi, Moldova, Hamburg Muscat, Pearl Muscat, Chasselas. Mehrere neue Sorten werden von Wissenschaftlern getestet: Auftischbare Trauben: table grapes - Vierul-59, Decabrschi, Liana, Martisor, Oseni Rozovai, Struguras, Alb de Suruceni; Weintrauben - Bascanschi Crasnai, Viorica, Goluboc, Negru de Ialoveni, Plamenai, Suholimanschi Belai. Vierul-59, Decabrschi, Liana, Martisor, Oseni Rozovai, Struguras, Alb de Suruceni; wine grapes - Bascanschi Crasnai, Viorica, Goluboc, Negru de Ialoveni, Plamenai, Suholimanschi Belai. |
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