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 CRICOVA

 

Die Bearbeitung der Rebe ist eine der ältesten Traditionen Moldawiens. Die bedeutenden Ernten der Tafeltrauben, durch wertvolle Diät- und Heil-Qualitäten berühmt, werden von den lokalen Weinbauern auf dieser Weinstrasse erhalten. Eine reiche Vielzahl feinster Weine aller Geschmacksrichtungen wird hier produziert.

Die Schaumwein- und Kollektionsweinfirma „Cricova“ ist der Pionier in der Produktion moldawischer Hochqualitätsweine und ist die Perle des moldawischem Weinkelterns..

Die Kelterei Cricova zeichnet sich als Unternehmen durch einen in sich geschlossenen Herstellungs- Kreislauf aus. Die Firma besitzt ihre eigenen Rohstoffquellen wovon beinahe 98 ha im zentralen Gebiet und 60 ha im südlichen Gebiet liegen. Anfang 2001 wurden große Investitionen in neue Pflanzungen getätigt.

Der gesamte Herstellungs-Prozess orientiert sich an technologischen Anforderungen und Normen. Angefangen mit der Traubenlese bis hin zur pneumatischen Presse wird nach modernsten Methoden „Marke Italien“ gearbeitet. Die Kelterei ist einzigartig in Moldawien und ist eine von nur vier Unternehmungen von CIS welche seit 1956 Champagner in der gleichen Art herstellt, wie sie in Champagner, der Abtei Otvilier durch den „Wein-Mönch“ Pierre Perignon praktiziert wurde, also gemäß der klassisch, französischen Methode.

Die Cricova Kelterei wurde als Unternehmung konzipiert welche hochklassige Weine in strikter Übereinstimmung mit den klassischen Regeln und europäischen Technologien herstellt. Darum liegt das eigentliche Geheimnis der Originalität von Cricova Weinen in den einzigartigen klimatischen Verhältnissen der unterirdischen Keller, wo die edlen Tropfen ihre Reife erhalten.

Hier wird der Wein von Hand gerüttelt – die speziell aus Frankreich importierte Rüttelmaschine steht, nach verschiedenen Testläufen, ungenutzt in einer Ecke. Die Kellermeisterin lässt wieder von Hand arbeiten, denn die Sedimente in den Flaschen sind sehr unterschiedlich – jede Flasche ist wieder anders. Die Rüttlerinnen hier arbeiten sehr sorgfältig und fein, mit viel mehr Gefühl als die Maschinen. Deshalb machen wir’s immer noch von Hand - diese Art der Remuage ergibt eine viel bessere Weinqualität.

Bei Cricova legt man großen Wert auf die Qualität der Schaumwein-Produktion. Die moldawischen Weine, so der Anspruch, sollen den Standards des französischen Champagners entsprechen. Die Cricova-Weine sind wesentlich billiger als Champagner, doch als Billig-Weine möchte man sie nicht vermarkten.

Cricova verfügt über den größten Weinkeller der Welt. Der Besucher sieht sich hier mit einem unterirdischen Tunnellabyrinth in einer Länge von über 60 Kilometer konfrontiert. Dieser einzigartige Weinkeller wurde im Jahre 1953 gegründet und ist nicht nur in Moldawien, sondern auch weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt. Die Besucher werden durch eine der größten und ehrwürdigsten Weinansammlungen von nahezu 4o Mio. Flaschen Wein geführt und werden anschließend in den geräumigen Degustierhallen begrüßt.

Die Cricova-Kellereien waren früher Gesteinsminen welche verlassen wurden. Als die Vorfahren der Weinsproduktion diese Schächte besuchten, entdeckten sie, dass dieses Mikroklima ideal wäre zum lagern von Trocken- und Schaumweinen.

Hier herrschen das ganze Jahr eine konstante Temperatur von 10 bis 14 Grad Celsius und eine Luftfeuchtigkeit von 95 bis 98%. Die Schächte wurden gesäubert, teilweise vertieft und asphaltiert. Danach wurden jährlich über $ 50000 in die Weinproduktion investiert. 1955 war der Beginn der Schaumweinproduktion in Moldawien in kleinen Mengen von 50 bis 150 Flaschen pro Jahr. Produziert wurde nach der „Champenoise“- Methode, einer zweiten Fermentationsphase des Weines in der Flasche.

Hier liegt unterirdisch eine ganze Stadt mit Weinstrassen bekanntester Namen wie Feteasca Avenue, Caberne, Riesling, oder Aigote. Ein prominenter Wissenschafter und Weinhersteller, Professor M. Gherasimov schrieb nach seinem Besuch in Cricova: „Die Cricova Weinkellereien haben in ihrer Kapazität und den Lagerungsbedingungen keine Konkurrenz soweit ich das bisher beurteilen kann. Nicht im eigenen Land und auch nicht im Ausland.“

Den Besuchern werden herausragende Jahrgänge der eigenen Kollektion präsentiert – daneben eine stattliche Anzahl alter französischer und italienischer Weine. Sie stammen aus der Kriegsbeute von Hitlers Reichmarschall Göring, welche im zweiten Weltkrieg, nach der Kapitulation Deutschlands, der roten Armee in die Hände gefallen waren.

«Qualität ist Tradition» haben sich die Weinproduzenten auf den Leib geschrieben. Es gibt nur wenige Touristen in Moldawien, die das Kellerlabyrinth von Cricova nicht besucht haben. Die Touristen werden wie auch bei allen anderen Weinkellereien herzlich willkommen geheißen. Jeder Weinenthusiast kann das Aroma und die Qualität des Getränks in einer dionysischen Atmosphäre (Dionysos = altgriechischer Wein- und Fruchtbarkeitsgott) genießen und auslesen.

Die Weinstrasse ist vermutlich die beste Art und Weise, das Wesentlichste von Moldova zu entdecken.



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